Der Name des 2016 gegründeten Trios aus Neapel bedeutet in etwa „Der Traum vom Gestern“ und bezieht sich auf das gleichnamige Lied auf Pino Danieles Debütalbum „Terra Mia“ (1977). Die drei jungen MusikerInnen haben sich ganz der Erforschung und zeitgemässen Neubearbeitung des traditionsreichen neapolitanischen Liedguts verschrieben. Die Besetzung erinnert an die besonders im 19. Jahrhundert beliebte neapolitanische Tradition der „Posteggia“, Strassen- und Wirtshausmusik, die dem Volk genauso gefiel wie den Herrschenden.
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Der musikalische Zugang des Trios aber ist deutlich geschliffener. Suonno d’Ajere wollen die alten Lieder von Kommerz und Kitsch befreien und ihnen ihre Würde und Kraft zurückgeben, und das durchaus mit Erfolg: In Italien hat ihnen die stilistisch rigorose und raffinierte und für Neapel immer schon typische Verbindung von Volks- und Kunstmusik bereits einen Auftritt bei der Biennale von Venedig für die Filmmusik zum Dokumentarfilm „La Chimera“ sowie den ersten Preis beim Festival „SanremoCantaNapoli“ eingebracht.
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Das Debütalbum „Suspiro“ wurde 2021 weltweit veröffentlicht und prompt für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Seither sind Suonno d’Ajere Dauergäste bei Showcase-Events und Festivals rund um den Globus und haben sich als die neuen BotschafterInnen des neapolitanischen Liedes im Ausland etabliert. Das ebenfalls von der Kritik hochgelobte Folgealbum „Nun v’annamurate“ („Don’t fall in love“) erschien im Frühjahr 2024 und widmet sich ganz dem Thema Liebe in all ihren Facetten.